Warum es am Gotthard etwas langsamer läuft

Durch den 17 Kilometer langen Tunnel fahren die Autos in nur einer Röhre einspurig in Nord- und Südrichtung. Seit einem schweren Unfall vor mehr als 20 Jahren sorgt ein Leitsystem dafür, dass jeweils nur eine bestimmte Anzahl Fahrzeuge im Tunnel sind.

Die Bauarbeiten für eine zweite Röhre sind schon im Gang. Wenn sie voraussichtlich 2029 eröffnet wird, soll erst die alte Röhre saniert werden, bevor ab 2032 der Verkehr aus Norden und Süden dann in getrennten Röhren fließt.

Zurzeit werden die Sicherheitsstollen ausgebaut, inklusive zwei Schleusen mit zweiflügligen 3,2 Meter hohen und 4 Meter breiten Toren. Diese werden vom deutschen Metallbauunternehmen Hodapp konstruiert – gemeinsam mit den Antrieben, Steuerungen, Sicherheitselementen und der Bedienung von Gilgen.

«Man muss sich vorstellen: Das Tor muss bei einem Druck von 150 kg pro Quadratmeter noch automatisch funktionieren – dies entspricht einer Windgeschwindigkeit von 170 km/h», erklärt der Leiter CMS, Bruno Köchli, die besonderen Anforderungen. Der Terminplan ist eng: Das erste Tor wird bereits im Juli/August 2022 im Sicherheitsstollen in Airolo montiert. Die Auslieferung des zweiten Tores ist für November/Dezember in Göschenen geplant. «Gemeinsam mit unserem Partner Hodapp, mit dem wir bereits seit über 40 Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, schaffen wir das», zeigt sich Bruno Köchli zuversichtlich.

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