Vom Prototyp zur Partnerschaft

30.07.2026

Viele erfolgreiche Partnerschaften beginnen nicht mit einem Grossauftrag, sondern mit kleinen gemeinsamen Projekten. Vor wenigen Jahren startete das Geschäftsverhältnis von Gilgen Door Systems und Gugler Elektronik mit kleinen Lackieraufträgen. Wegen Guglers Flexibilität und der geographischen Nähe folgten bald diverse Aufträge zu Prototypen. Nun steht der nächste Meilenstein an: Gilgen legt die Fertigung von FD-Seitendeckeln – dort wo ein Türflügelantrieb konfiguriert wird – in die Hände von Gugler.

Logistisch betrachtet ist das der grösste Auftrag für das freiburgische Unternehmen und kann nur dank einem Umzug gestemmt werden. Gugler Geschäftsführer Matthias Schafer erzählt: «Dieses Jahr haben wir einen Neubau bezogen und unsere Arbeitsfläche mehr als verdoppelt auf 2'500 Quadratmeter.» Der Neubau befindet sich in Marly, keine halbe Stunde von Gilgens Hauptsitz in Schwarzenburg entfernt. Gilgen Leadbuyer Clay Piller war bei dem Besuch des neuen Firmensitzes beeindruckt: «Die Prozesse vor Ort überzeugen mit Strukturiertheit und der Neubau signalisiert Entwicklungsbereitschaft und Investitionsfähigkeit.»

Weitblick und Mitdenken

In den ersten Jahrzehnten seit der Gründung 1990 sammelte Gugler Elektronik breite Erfahrung in der elektronischen Fertigung. Schon immer standen Schweizer Qualität und persönlicher Kundenkontakt im Zentrum der Dienstleistung. Mittlerweile geht diese auch darüber hinaus, wie Geschäftsführer Matthias Schafer berichtet: «Die Mitarbeitenden prüfen Bauteile aufmerksam und sprechen potenzielle Probleme an, selbst wenn diese nicht direkt zum eigenen Aufgabenbereich gehören.» Ziel sei es, die Kunden mit dem technischen Know-how bereits in der Entwicklung zu unterstützen und die langfristige Komponentenverfügbarkeit für Partner proaktiv zu verfolgen.

Bei den bisherigen Prototyp-Projekten konnte Gilgen von der hohen Flexibilität Guglers profitieren. Clay Piller erzählt: «Kurzfristige Anpassungen oder Expresslieferungen wurden immer zuverlässig umgesetzt.» Dahinter steht ein Selbstverständnis, das über die klassische Rolle eines Zulieferers hinausgeht.

Identifikation, die motiviert

Gugler möchte für seine Kunden mehr wie eine verlängerte Fertigungsabteilung erscheinen als wie ein externer Partner. Diese Haltung ist laut Matthias Schafer im Arbeitsalltag spürbar: «Viele Mitarbeitende kennen die Produkte von Gilgen aus ihrem persönlichen Umfeld und begegnen den gefertigten Türen später in Einkaufszentren, Bahnhöfen oder öffentlichen Gebäuden wieder.» Das schaffe Identifikation und erhöhe die individuelle Motivation.

Zudem prägen ein offener Austausch und gegenseitiges Vertrauen die Zusammenarbeit. Herausforderungen würden direkt angesprochen und gemeinsam gelöst: «Gilgen ist ein fairer, professioneller und ehrlicher Partner», beschreibt Matthias Schafer seine Erfahrungen. Beide Partner kommunizieren miteinander stets respektvoll, pragmatisch und auf Augenhöhe. So konnte aus ersten Kleinserien eine Partnerschaft entstehen, die neue Horizonte eröffnete.